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500.000 Löcher im Landtag

Modernisierung des denkmalgeschützten Landtagsgebäudes in Hannover - eine Kernsanierung, die einem Neubau sehr nahe kommt

Zwar bleibt das äußere Erscheinungsbild des Leineschlosses weitgehend erhalten, aber im Inneren ist kaum ein Stein auf dem anderen geblieben. Im Juli 2014 begannen die Bauarbeiten, nach zweieinhalbjähriger Bauzeit geht der Umbau nun in die Endphase. Der Innenausbau ist im Gange, zur Sommerpause soll der neue Plenarsaal fertig werden.

Auch in Nordhorn wird in diesen Wochen mit Hochdruck am neuen Landesparlament gearbeitet. ,,Wir bauen hier gerade 198 Abgeordnetentische und sonstige Tischanlagen für den Plenarsaal", sagt Geschäftsführer Dirk Brandt vom Objekteinrichter Rosink. Als Zulieferer für den Innenausbauer des Leineschlosses bauen die Nordhorner alle Tische und Pulte für das Gebäude - und zwar in Einzelanfertigung.

Das Geheimnis der Möbelstücke steckt im Detail.

Die Firma Rosink Objekteinrichtungen entstand im Jahre 1975 als Möbelbauabteilung des Kurzwaren- und Textilzubehöranbieters VENO. Aus einer kleinen Möbeltischlerei wurde schnell ein Unternehmen, das sich mehr und mehr auf den Innenausbau und die Ausstattung großer Bank-, Büro- und Konferenzgebäude spezialisiert hat. Heute gehören zu den Kunden des Nordhorner Unternehmens Weltkonzerne wie Microsoft, Philips und Dr. Oetker. Rosink hat Kreuzfahrtschiffe und Anwaltskanzleien ausgestattet. „Wir bauen und liefern nur Teile, die man nicht von der Stange kaufen kann“, sagt Dirk Brandt.

Das Unternehmen beschäftigt heute genau 60 Mitarbeiter. Mit der Stadt Nordhorn wird gerade über ein neues Firmengrundstück verhandelt: Rosink will an der Wehrmaate unweit des „Delfinoh" einen komplett neuen Betrieb bauen - viermal so groß wie der bisherige, der aus allen Nähten platzt.

 

Ganz besondere Möbel

werden derzeit bei der Firma Rosink in Nordhorn produziert: die Tische für den neuen Plenarsaal des niedersächsischen Landtages. Die Geschäftsführer Jan Lucas Veddeler und Dirk Brandt (von rechts) freuen sich über die gelungenen Einzelanfertigungen, der Abgeordnete Reinhold Hilbers hat schon mal Platz genommen, Landrat Friedrich Kethorn nimmt' s als Stehpult.

 

Das passt

Die Projektleiter Manfred Kröger und Guido Bangen (von links) begutachten einen Probeaufbau von drei Abgeordnetentischen.
Ob Regierung oder Opposition, Minister oder einfacher Abgeordneter - eines werden alle Mitglieder des nächsten Niedersächsischen Landtags gemeinsam haben: Sie sitzen an Tischen aus Nordhorn. Bei der Firma Rosink Objekteinrichtungen entstehen gerade die Tische für den neuen Plenarsaal.

 

Als Computergrafik schon fertig

der künftige Plenarsaal des neuen Landtags in Hannover. Die zu Halbkreisen angeordneten Abgeordnetentische und die Pulte für Präsidium und Regierung entstehen in Nordhorn.

Landtag Hannover Entwurf Rosink

 

Viel dahinter:

Möbelbauer Heinz-Friedrich Hofste und sein Team bauen die Tische.